Emma ist von uns gegangen

Eine traurige Woche … am 8. April ist unsere alte Emma mit mit stolzen 15 Jahren für immer gegangen. Sie kam als erstes Schaf mit gerade mal 2 Wochen auf unseren Hof. Ihre Mutter war kurz nach ihrer Geburt vorstorben und wir haben sie mit der Flasche groß gezogen.

Emma war von Anfang an mit vielen Kindern zusammen, hat ganz nah in unserer Familie gelebt und hat daher Kinder geliebt. Sie war auf  jedem Kindergeburtstag dabei, aus ihrer gelockten Wolle sind in den vielen Jahren rund 700 kleine gefilzte Emmas entstanden. Vielleicht hast du auch schon einmal deinen Geburtstag in Bokelberge gefeiert, dann kannst du dich vielleicht an dein Geburtstagsgeschenk, die kleine Emma, erinnern. Sie war so gutmütig zu jedem, hat sich gern fühlen und bürsten lassen, ist auf vielen Spaziergängen dabei gewesen und die ganz kleinen Kinder durften in ihrer Wolle kuscheln.

Wir sind unendlich dankbar für die Zeit mit Emma und werden sie für immer im Herzen behalten.

Die kleine Luise hatte leider nur ein kurzes Leben

Wir sind ganz traurig! Hatten wir doch nach einem Namen für das kleine Entenküken gesucht, dass ganz unverhofft auf diese Welt geschlüpft ist. Viele Kinder und auch Erwachsene haben tolle Namensvorschläge gemacht. Und für Luise, vorgeschlagen von Annette, haben wir uns dann entschieden und sie auf diesen Namen getauft. Schon einen Tag später ist die kleine Luise durch einen ganz tragischen Unfall ums Leben gekommen.

Wir sind traurig und glücklich zugleich, dafür dass du uns 15 Tage sooo viel Freude geschenkt hast!

Wir haben überraschend Nachwuchs!

Es ist Frühlingszeit! Das merken auch unsere Henne. Sie haben fleißig Eier gelegt, sie in verschiedenen Nestern im Stall versteckt, in der Hoffnung, dass die Menschen sie nicht klauen. Da wir aber bereits 22 Hühner und Hennen haben, müssen wir eine „Schlüpfkontrolle“ vornehmen und die Auszubrütenden Eier limitieren. Das finden die Hennen natürlich nicht so gut. Also haben wir die Eier in den Nestern auf 2 bis 3 reduziert und stattdessen Enteneier als Nesteier mit hinein gelegt. Die Hühner haben es nicht bemerkt! Unsere Laufenten legen ganz fleißig Eier. Da aber die beiden Erpel viel mehr in Corinna verliebt sind, waren wir davon ausgegangen, dass die Eier nicht befruchtet sind, also auch kein Entenküken schlüpfen wird. Falsch gedacht! An einem Sonntagmorgen piepste es in einem Nest unter einer Henne. Jedoch war der Schlüpfzeitpunkt noch lange nicht erreicht. Neugierig schaute Corinna unter die Henne und traute ihren Augen nicht: ein Entenküken, ganz frisch geschlüpft, noch ganz feucht und schwach.

Bei Entenküken ist es ähnlich wie bei kleinen Gänsen, denjenigen den sie zu erst sehen denken sie, dass das ihre Mama ist. Und unser kleines Entlein hat Corinna als erstes gesehen und als zweites … natürlich den Bintas! So sind die beiden wieder Ersatzmama und Ersatzpapa geworden!

 

 

 

 

 

 

 

Die Henne, die das Ei ausgebrütet hat, konnte das Küken leider nicht behalten. Zum einen wäre sie dann von ihren Eiern gegangen und die brauchten ja noch einige Tage bis zum Schlüpftermin. Und zum anderen sprechen die Hühner eine andere Sprache als die Enten und haben auch ein ganz anderes Verhalten. Du weisst, dass Enten Wasser lieben und auch brauchen, sie können ja auch sehr gut schwimmen. Hühner dagegen baden im Sand und hassen Wasser. Nun stell dir mal vor was passiert, wenn das kleine Endlein das erste Mal ins Wasser möchte. Die Henne hat furchtbare Angst um ihr Kind!

Mütter passen ja auch sehr gut auf ihre Kinder auf. Kommt plötzlich Gefahr z.B. durch einen Greifvogel, eine Krähe, ein Auto oder so ruft die Mutter ihre Kinder ganz ganz schnell zusammen. Doch die kleine Ente versteht das nicht! Das bedeutet eine tödliche Gefahr für sie!

 

 

 

 

 

 

Corinna als große Mutter trägt ihr Kindlein in einem Trage- bzw. Halstuch immer bei sich. Nach ein paar Tagen darf es auch schon mal allein mit laufen. Doch Corinna muss ganz ganz gut aufpassen, lauert doch an jeder Ecke Gefahr! So eine kleine Ente hat auch viel Hunger. Sie ist die meiste Zeit des Tages am schnäbeln und am fressen, am Fliegen fangen und Gras fressen. Das kann für so eine Ersatzmutter ganz schön anstrengend sein. Manchmal löst Bintas als Ersatzpapa Corinna auch ab.